Küche (m/w)

Männerküchen sind anders, Frauenküchen aber auch. Das klingt erst mal nach längst abgedroschenen Stereotypen, aber weit gefehlt! Ob Mann, Frau oder Paar – Wohnpsychologen können leicht anhand der Einrichtung erkennen, wem eine Küche gehört.

Männerküche: aufgeräumt, fast steril und sachlich

Den Experten zufolge reduzieren sich Männerküchen auf das Wesentliche und stellen den Funktionalitätsaspekt in den Vordergrund. Sie wirken daher meist aufgeräumt, fast steril und sachlich eingerichtet. Dekoration ist dabei allenfalls Nebensache. Bei all dem Purismus spielt moderne Technik jedoch in der Regel eine wichtige Rolle im Männerhaushalt. In der Küche findet man daher allerlei hochmoderne Küchengeräte für alle Fälle – vom besonders energiesparenden Kühlschrank über die High-Tech-Spülmaschine bis hin zu kleineren Gadgets wie Turbomixer oder elektrischem Dosenöffner.

Frauenküche: Wohlfühlatmosphäre statt „traurige Leere“

Der Rationalismus einer Männerküche wirkt auf Frauen schnell kühl und ungemütlich. Durch eine passende Dekoration machen sie aus der vermeintlich traurigen Leere daher einen warmen Wohlfühlort, an dem man sich gerne aufhält und miteinander ins Gespräch kommt. Zur Frauenküche gehören sowohl frische Kräuter und Farben als auch stimmungsvolles Licht sowie verschiedenste Dinge und Utensilien, die die Gefühle ansprechen. Das heißt jedoch nicht, dass man in der Frauenküche vergeblich nach moderner Küchentechnik sucht. Diese ist allerdings nur einer von vielen Bestandteilen der Küche und nicht der einzige. Außerdem neigen Frauen bei der Küchenarbeit zu mehr Improvisation und arbeiten instinktiver. Eine so große Palette an speziellen Küchenhilfen wie bei den Männern findet man in der Frauenküche daher eher selten.

Paarküche: das optimale Mittelmaß

Doch was passiert wenn die beiden Geschmacksrichtungen plötzlich aufeinanderprallen? Ziehen Frauen und Männer als Paar zusammen, kann es bei der Einrichtung der Küche schnell auch zu Reibereien kommen. In solchen Fällen ist Kompromissbereitschaft gefragt. Mann zeigt sich tolerant gegenüber den zahlreichen kleinen Deko-Details. Frau gestattet ihrem Liebsten die ein oder andere technische Spielerei. Sind die Reibereien so erst einmal überwunden und haben beide die Vorteile der jeweils anderen Sichtweise erkannt, ergänzt man sich zum Wohle der beiden Geschmacksrichtung. Das Ergebnis ist ein für das Paar optimales Mittelmaß, also eine Küche, in der sich beide Partner wohlfühlen.

Fleisch oder Obst?

Ziehen Frau und Mann zusammen, ist die Kücheneinrichtung allerdings nicht der einzige Konfliktherd. Auch in Sachen Essen ticken Männer anders als Frauen – und umgekehrt. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) essen Frauen mehr Obst und Männer mehr Fleisch. Letzteres hat wohl seinen Ursprung in archaischen Zeiten, als Männer wegen der stärkeren körperlichen Beanspruchung noch mehr energiereiches Protein zum Überleben brauchten. Neben Fleisch greifen Männer heute zudem häufiger zu süßen Versuchungen und konsumieren allgemein mehr Zucker. Die unterschiedlichen Essgewohnheiten sind jedoch kein Grund zum verzagen. Wie bei der Kücheneinrichtung dürfte auch hier die Kompromissbereitschaft der Schlüssel zum Erfolg sein. So stellt die DGE unter anderem fest, dass vor allem Singlemänner Fleisch statt Salat wählen und dass Männer in der Familie auch gern mal zum Apfel greifen.

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